Rezensentin Sonja Hartl empfiehlt viel mehr als einen exzellenten Krimi mit diesem Buch der belgischen Autorin Gaea Schoeters. Denn die Geschichte um den reichen Finanzmanager und Großwildjäger Hunter White, dem für seine Sammlung nur noch ein Nashorn fehlt, wächst sich im Verlauf der Lektüre zu einer ebenso fesselnden wie "perfiden Geschichte über (Post-)Kolonialismus und Ethik aus, versichert die Kritikerin. Jener Hunter nämlich lässt sich nicht nur auf einen Deal mit Wilderern ein, die ihm die Jagd auf einen Menschen vorschlagen, Schoeters gestaltet ihn auch als Menschen, der sich "ethischer und moralischer Grauzonen" bewusst ist und vor Dilemmata gestellt wird, fährt die Rezensentin fort. Nicht zuletzt ist es der "koloniale" Blick auf Afrika, der die Kritikern in diesem nachhallenden, unbequeme Fragen stellenden Buch so "verstört".