Rezensentin Marie Schoeß mag den Debütroman von Wanda-Sänger Marco Wanda, auch, weil er in jeder Hinsicht so "bescheiden" ist. Dabei liest die Kritikerin das Buch als "Bekenntnisliteratur" - und zwar nicht, weil der Autor und Musiker von Erfolg, Drogen, Rausch und Sucht erzählt. Das kennt die Rezensentin aus anderen Bandbiografien. Dieses Buch aber besticht durch die lückenlose und eher mündliche als literarische Aufzählung von Höhepunkten, die gerade dadurch die Leere und den Schmerz offenkundig werden lässt: Höhepunkte in Serie büßen bald an Intensität ein, bemerkt Schoeß. Darüber hinaus gefällt ihr gut, wie feinsinnig Wanda kleine, auch zärtliche Momente im Bandalltag notiert. Und dass er die Erfolgsgeschichte von Wanda nie verklärt, macht der Kritikerin den Autor noch sympathischer.