Ein eindringliches Buch über Flüsse als Lebensräume hat Robert Macfarlane laut Rezensentin Susanne Billig geschrieben. Konkret geht es um den Río Los Cedros in Ecuador, Flüsse im indischen Chennai und den kanadischen Magpie River, außerdem begegnen wir Aktivisten und indigenen Dichtern, die für den Erhalt der Flüsse kämpfen, oder sich gar dafür einsetzen, dass sie als juristische Personen anerkannt werden. Freilich erfahren wir, setzt die Rezension fort, auch viel über die Gefahren, denen Flüsse aufgrund von Umweltverschmutz ausgesetzt sind, in Indien, wo im Wasser teils gar kein Leben mehr möglich ist, aber auch in England. Ökologie und indigenes Wissen sind Quellen, aus denen Macfarlane schöpft, lesen wir, es geht darum, die Natur wieder zu respektieren, dankbar für sie zu sein und sie womöglich mit Rechten auszustatten, was durchaus als konkreter politischer Kampf gedacht ist. Billig scheint sich Macfarlanes Position weitgehend anzuschließen.