Etwas skeptisch beäugt Rezensent Christian Schwägerl Christian Stöckers Buch zur Klimakrise. Dessen Anliegen sei es, fasst Schwägerl zusammen, "Schuldige" für das ausbleibende Handeln in Sachen Klimawandel auszumachen; darunter etwa FDP und CDU, die 2023 einen verpflichtenden Umstieg auf erneuerbare Energien bei neuen Heizungen verhinderten, aber auch Medienunternehmen, Lobbyisten und Wissenschaftler. Einzelne Passagen, besonders zu aktuellen Entwicklungen, findet der Kritiker gelungen, aber überwiegend fällt ihm Stöckers "wütende" Abrechnung zu eindimensional und unreflektiert aus - zum Beispiel, wenn unter dem Begriff "Petro-Maskulinität" ein grundsätzlicher männlicher Hang zum Verbrennen behauptet wird. Ein zwar "flott zu lesendes", dabei aber eher wild um sich schlagendes Buch, moniert Schwägerl.