Rezensent Stefan Fischer hat dieses Buch mit Interesse gelesen. Es ist nicht so sehr eine Geschichte berühmter Bergsteiger, erklärt er. Macfarlane gehe es vielmehr um die Frage, warum Menschen Berge besteigen, sogar wenn sie ahnen, dass es ihr Tod sein wird. Welches emotionale Verhältnis haben sie zu Bergen? Vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein, lernt der Rezensent, ging es dabei um geologische und botanische Erkenntnis. Insbesondere die Kirche sollte widerlegt werden, die das Alter der Erde auf 6000 Jahre geschätzt hatte. Doch dann änderte sich etwas, so Fischer, dem man anmerkt, wie unverständlich ihm die Motive späterer Bergsteiger sind. Um zu zeigen, dass man es kann, um der Gefahr willen, um den Berg "bezwungen" zu haben - für Fischer wohl eher alles keine Gründe für einen lebensgefährlichen Bergaufstieg. Aber Bergsteigen, resümiert er, ist eben auch "immer Ausdruck historischer Verhältnisse".