542 Seiten voll von Ambition, Klischees und Sexszenen, so fasst die wenig begeisterte Rezensentin Rebecca Casati die Handlung dieses Buches zusammen. Candace Bushnell beschreibt das Leben und Lieben dreier New Yorker Karrierefrauen. Der Ehrgeiz, etwas ganz Neues zu schreiben, verträgt sich ihrer Ansicht aber nicht mit dem etwas abgehangenen Thema, dass die sogenannte "ChickLit" schon seit 20 Jahren wiederkaut. Waren Bushnells diesbezügliche Kolumnen, die als Pionierin dieses Genres gilt, in den Achtzigern noch "smart", kann die Rezensentin dies dem Roman nicht zugestehen. Sie bedauert die zahlreichen Tautologien und die groben Schnitzer bei der Übersetzung. Zudem fehle es den Figuren an Persönlichkeit, so dass man sie kaum voneinander unterscheiden kann. Die Animositäten der Autorin gegen Männer und Kinder kann Casati außerdem offenbar nicht teilen. All diese Kritikpunkte haben die Rezensentin um die erhoffte "mühelose" Lektüre gebracht, wie sie abschließend klagt, auch wenn sie Bushnell durchaus einigen Humor zugesteht.