Certeau, Michel de. Mystische Fabel - 16. bis 17. Jahrhundert. Suhrkamp Verlag, 2010.

Michel de Certeau

Mystische Fabel

16. bis 17. Jahrhundert
  • Suhrkamp Verlag
  • 2010
  • Gebunden
  • 540 Seiten
  • ISBN 9783518585436
Übersetzung: Michael Lauble
Aus dem Französischen von Michael Lauble. In seiner historischen Studie befreit Michel de Certeau die Mystiker der frühen Neuzeit von der Aura einer religiösen Nischenexistenz und rückt sie in die Mitte der geistig-politischen Auseinandersetzungen um die Moderne. Sie sind sensibel für die Krise der religiösen Institutionen, bemerken als erste, was sich verändert, wenn überkommene Sinnkontexte zerbrechen und die soziokulturellen Transmissionsriemen des Religiösen nicht mehr funktionieren. Mystik begründet nicht eine Geheimsprache, sondern kämpft mit den Mitteln der untergehenden Welt um deren mögliche Zukunft. Die Tradition wird zum Ruinenfeld, das es neu zu bewohnen gilt im Interesse einer wiederzugewinnenden Plausibilität. Als Figuren des Übergangs markieren Mystiker die Genealogie
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eines epistemologischen Bruchs: Religion und Moderne unterhalten eine schwierige, aber enge Beziehung, sie liegen nicht so weit auseinander wie oft vermutet.

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