Rezensent Jan Drees lobt Friedrich Anis Kriminalroman "Letzte Ehre". Was konventionell mit dem mysteriösen Verschwinden einer jungen Frau beginnt, verstrickt sich in ein "unheimliches Gespinst" zusammenhängender Missbrauchsfälle, die von der Protagonistin Fariza Nasri, einer Münchner Kriminalkommissarin aufgeklärt werden sollen, lässt uns der Rezensent wissen. Die Figurenzeichnung ist empathisch, die Dialoge besitzen gehobene Sprachelemente und die Handlung bleibt dennoch diskret und frei von Gewaltszenen, das gefällt Drees. Die Arbeit an der Fassung des Romans ist seinen Informationen zufolge langwierig und mühsam gewesen, die vielen Anläufe bis zum Endergebnis haben sich dem zufriedenen Rezensenten zufolge jedoch gelohnt. "Letzte Ehre" zollt der Autor mit diesem Buch auch seinem vergangenen Jahres verstorbenen Suhrkamp-Lektor Raimund Fellinger, und das auf äußerst bewegende Art und Weise, schließt Drees berührt.