Dieser Band versammelt Nebenwerke des Dichters Peter Handke. Eigentlich aber, so der Rezensent Christoph Bartmann, gibt es so etwas im Werk dieses Autors gar nicht. Darum geht es durchaus auch in diesen Essays, Preisreden und anderen kleineren (in einem Fall aber, einem Artikel über Handkes Verleger Siegfried Unseld, 300 Seiten langen) Texten immer ums Ganze. Auf die polemischen Ausfälle Handkes gegen Kollegen, die Presse, die Öffentlichkeit und manchmal die ganze Welt könnte der Rezensent dabei noch am ehesten verzichten, wie er versichert. Beeindruckt zeigt er sich aber vom Leser Peter Handke, der als Leser ein Liebender sein kann. Fast interessanter noch wird es aber, so Bartmann, da, wo er Einwände erhebt, gegen Herbert Achternbusch etwa oder Arnold Stadler, um dann am Ende doch zum Lob zu gelangen. Davon würde der Rezensent gerne auch in der Zukunft noch viel lesen.