Das ist mehr als eine Kritik, die Rezensentin Jutta Person hier schreibt, das ist eine liebevolle Hommage an "einen der bedeutendsten deutschen Gegenwartsautoren", der dennoch ein wenig am Rand des Betriebs verblieb. Sie hat den Autor für den Artikel getroffen und zwar im Berliner Naturkundemuseum. Dort geht es an den leuchtkräftigen Papageien vorbei zu den heimischen Vögeln und zwar zu den bleichesten von ihnen, denn sieht eine Tannenmeise nicht aus, als sei eine Kohlmeise in Bleichmittel getunkt worden? In dem Roman geht es viel um Tiere, und um Pflanzen und unter dem Wuchern der so charakteristisch "melodiösen Georg-Klein-Sätze" ganz besonders um den Bruder Georg Kleins, der gestorben ist und der ein Original in Kleins Heimatstadt Augsburg war. Was Person an Kleins Prosa auch hier fasziniert, ist, mit welcher Virtuosität sie die "Realität zur Ähnlichkeit" entstellt, indem sie sich "weit jenseits der handelsüblichen Realismus" bewegt. Wer also etwas über Vögel, Brüder und Pflanzen und zwei Sportreporter, die Mohnkuchen essen, in der Welt Georg Kleins erfahren will, sollte schon zum Buch greifen.