Lena Goreliks neuer Roman "Null bis unendlich" ist ein Fall für die "Pathospolizei", seufzt Rezensentin Kathleen Hildebrand, die die Romane der Autorin normalerweise wegen ihrer Leichtigkeit schätzt. In diesem Buch entdeckt sie davon wenig, denn Gorelik packt hier nicht nur den Balkankrieg, einen Suizidversuch, Hochbegabung, Asperger-Syndrom, Bindungsunfähigkeit und einen Hirntumor hinein, sondern stattet ihre Protagonisten, den Journalisten Nils und seine Jugendliebe, das jugoslawische Flüchtlingsmädchen Sanela auch noch mit derart übertriebenen Ungewöhnlichkeiten aus, dass der Kritikerin ganz schwindelig wird.