Unterseekabel sind für den reibungslosen Ablauf von Datenübertragungen inzwischen überlebenswichtig, das zeigt Rezensentin Sylvia Staude auch der neue Roman von Colum McCann, dessen Protagonist, ein Journalist, zu durchtrennten Kabeln recherchiert. In Kapstadt solle er an Bord eines Schiffes gehen, das sich die mühsame Reparatur zur Aufgabe gemacht habe, das Internet in Südafrika sei ausgefallen. Dabei spielt laut Staude die südafrikanische Apartheidsgesellschaft ebenso eine Rolle wie ein zwielichtiger Boss, der möglicherweise von der reparierenden auf die zerstörende Seite wechselt. Für die Kritikerin ein spannendes Buch nicht nur über das "Wunder der Glasfaser", sondern vor allem auch über die Frage, was unsere Datenströme in sozialer und politischer Hinsicht bedeuten mögen.