Ambivalent bespricht Rezensent Thomas Wörtches Bernhard Aichners Rachekrimi. Es ist eine nicht-japanische Frau namens Yoko, die hier mordet, und zwar chinesische Gangster, nachdem zwei von ihnen sie vergewaltigt haben, erfahren wir. Der Gewaltpegel ist hoch und die Geschichte liest sich schnell weg, notiert Wörtche, dem es teilweise durchaus gefällt, wie Aichner mit seinem prägnanten sprachlichen Stil, der auf Überhöhung setzt, dem geläufigen Genre des Rachefeldzugs als weibliche Selbstermächtigung neue Facetten hinzufügt. Freilich ergibt die Handlung oft wenig Sinn, moniert er, und Aichners Lakonie kippt nicht selten in Kitsch. Kurzweiligen Lesespaß, der bei allem Blut doch niemanden verstören wird, bietet dieses Buch jedoch durchaus, so das Fazit.