Die Geschichte, die Stewart O'Nan hier erzählt, könnte, so der Rezensent Alexander Müller, auch von seinem Freund und Vorbild Stephen King stammen. Die Meisterschaft, mit der O'Nan aber eine tiefgründige Erzählung über die Folgen einschneidender Ereignisse für alle Beteiligten macht, die sei eben ganz und gar ein Beleg für die mit immer mehr Souveränität eingesetzten Fähigkeiten des Autors. Kim, eine junge Frau, ist verschwunden, damit fängt alles an. Ihre Familie, zuletzt die ganze Stadt Kingsville, Ohio, suchen sie, werden durch dies Verschwinden verändert. Und Stewart O'Nan zeichnet diese Veränderungen geradezu seismografisch auf, so der Rezensent. "Unaufdringlich" und "unaufgeregt" findet Müller das, aber gerade darum sehr "bewegend".