"Wunderbar" findet Ulrich Sonnenschein den neuen Roman von David Mitchell, für den Rezensenten ein "junges Genie" der englischsprachigen Literatur. "Der dreizehnte Monat" erzählt die Geschichte des dreizehnjährigen Jason Taylor, der in einem kleinen englischen Vorort lebt und aufzeichnet, was er erlebt und was ihn bewegt - seine Versuche, Mädchen für sich zu interessieren, die Anerkennung seiner Mitschüler zu gewinnen oder mit dem Stottern fertig zu werden, seine ersten Erfahrungen mit dem Tod, die Leidenschaft für das Schreiben, die sich aus seiner sprachlichen Behinderung entwickelt. Ulrich Sonnenschein lobt die meisterhafte Umsetzung der Geschichte, die verschiedene Erzählebenen zu einem "Netz individuellen Erlebens" verknüpft und sich einer Sprache bedient, die weder ganz Jason noch einer externen Instanz zuzuordnen ist. Er sieht den Roman als David Mitchells "Weltentwurf in eigener Sache", in dem der Hauptfigur die Rolle des alter ego des Autors zukommt und ist rundum glücklich mit einem Roman, der für ihn nicht zuletzt "ein Buch über die Literatur und die Kraft, aus Worten Wirklichkeit zu machen" ist.