Rezensent Wolfgang Schneider beeindruckt vor allem der Konstruktionswille von David Mitchell, genial kann er Mitchells neuen Roman aber nicht finden. Zu plakativ fährt der Autor in seiner Geschichte um die steile Karriere einer fiktiven Londoner Band der späten sechziger Jahre Prominenz wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, John Lennon auf, lässt sie allerhand Sentenziöses sagen. Den experimentierfreudigen, auch an Okkultem interessierten Geist der Zeit aber trifft er mit seinem breit gepinselten Realismus recht gut, gibt Schneider zu. Burlesk inszeniert der Autor LSD-Trips, entfesselten Sex und Protestkultur, staunt der Rezensent. Und wie gekonnt Mitchell die erdachten Songs seiner Band beschreibt, lässt Schneider glatt auf Youtube nach ihnen fahnden.