Sönke Iwersen und Michael Verfürden haben laut Rezensent Michael Meyer ein starkes investigativjournalistisches Buch über die Firma Tesla verfasst. Um deren Chef Elon Musk, beziehungsweise dessen Biografie, geht es diesmal ausnahmsweise nicht so sehr, lesen wir, stattdessen haben die Autoren einen umfangreichen Datensatz ausgewertet, den ihnen Lukasz Krupski, ein ehemaliger Tesla-Angestellter, zur Verfügung gestellt hat, außerdem haben sie mit anderen Mitarbeitern Gespräche geführt. Das Bild, das dieses Buch von der Firma zeichnet, ist, stellt Meyer klar, kein freundliches, vor allem kümmert sich Tesla viel zu wenig um Sicherheitsprobleme, etwa in Bezug auf ein Autopilotsystem, das viele Unfälle verursacht hat. Tesla und Musk setzen auf Schnelligkeit statt Sorgfalt, die Probleme werden auf die Belegschaft abgewälzt, die zu allem Überfluss auch noch schlecht bezahlt und gegängelt wird, was die Firma unter anderem in Konflikt mit deutschen Arbeitsschutznormen bringt. Insgesamt ziemlich "toxisch", diese Firma, findet Meyer nach der Lektüre, angesichts der politischen und anderweitigen Ambitionen Musks wird man sich womöglich auf noch Schlimmeres gefasst machen müssen.