Irgendwie auch beruhigend, dass Heinrich Steinfest niemals die Ideen ausgehen, findet Rezensent Tobias Lehmkuhl, dem es im neuen Buch aber dieses Mal ein bisschen zu wild wird. Es geht um ein altes Manuskript, das von einem gewissen Ashok Oswald, "Vorstandsvorsitzendem eines globalen Konzerns", seit Jahrzehnten aufbewahrt wird. Den Inhalt kennt er nicht, umso überraschter ist er, als das Manuskript eines nachts gewaltsam aus seinem Haus entwendet wird, erzählt Lehmkuhl. Dann wird es mal wieder kurios: Das Manuskript, stellt sich heraus, beschreibt im Detail ein Verbrechen, mitsamt der Namen der Täter - nur, dass der Autor Peter Bischoff von diesem gar nichts gewusst haben kann, sondern sich alles ausgedacht hat. Von dieser paradoxen Ausgangssituation geht es dann nach Irland, wo sich Oswald auf die Spuren jenes Autors begibt, nebenbei ein Umweltverbrechen aufdeckt und vieles mehr, so der Kritiker. Für Lehmkuhl gibt es hier ein paar "Zufälle und Unwahrscheinlichkeiten" zu viel, wie er festhält, unterhaltsam ist die Steinfest-Lektüre trotzdem.