Dies ist kein Loneley-Planet-Reiseführer, erklärt Burkhard Müller in seiner Besprechung. Überhaupt kann er in dem von Eckhart Nickel und Christian Kracht verfassten Band über Nepal und Kathmandu keine Reisebuchqualitäten erkennen. Schließlich schreiben die Autoren anekdotisch, aus ihrem eigenen Kosmos heraus, den sie lieber erst gar nicht verlassen. Überrascht ist Müller allenfalls von der Überraschungsarmut, die diese Lektüre ziert wie eine Arabeske. Dabei: was wäre nicht alles möglich gewesen, überlegt der Rezensent. Der Sturz der nepalesischen Monarchie, die politische und gesellschaftliche Krise! Eine verpasste Chance, glaubt Müller. Die "politisch unbedarften" Autoren ducken sich weg, wo sie nur können und befassen sich einstweilen mit Linsenbrei und Hippie-Legenden. Den weiten Weg, meint der Rezensent, hätten sie sich sparen können.