Küng und die Päpste - darüber erfährt Matthias Drobinski im neuen Buch von Hans Küng noch einmal alles Wissenswerte. Wie der junge Theologe Küng einst hoffnungsvoll anfing und dann doch immer wieder bitter enttäuscht wurde, vom Konzil von Johannes XXIII etwa oder von Johannes Paul II. Die Auseinandersetzungen mit diesen Päpsten, wie auch mit Joseph Ratzinger, nehmen laut Drobinski im Buch viel Platz ein. Ein Grund, weshalb der Rezensent es nicht kirchenhistorisch nennen möchte, sondern eine subjektive Erzählung, eine Rückschau des 87-jährigen Küng, der darin seine Hoffnungen und Sorgen "seine" Kirche betreffend darlegt, meist analytisch und manchmal etwas zu redundant und besserwisserisch, wie Drobinski findet.