Ulrich Rüdenauer hat zwar nichts gegen Unterhaltungsliteratur, doch was Heinrich Steinfest in diesem Buch zusammenzaubert, ist ihm dann doch zu viel. 600 Seiten quantenphysische Magie, zukünftige Flugzeugabstürze und jede Menge verschiedene Bewusstseinsräume, Perspektiven und Übergänge vom Realen ins Imgaginäre und zurück - für Rüdenauer irgendwann ermüdend. Zumal der Autor wirklich jede Idee unterbringen will, wie Rüdenauer klagt, und darüber hinaus auch noch dramaturgisch höchst umständlich vorgeht. Dass sich zur Gleichgültigkeit gegenüber Genregrenzen und zur Geschwätzigkeit auch noch ein unbedingter Wille zum geflügelten Wort und zur Poesie hinzugesellt bei diesem Autor, kann Rüdenauer nicht verkraften.