Maike Albath nutzt die Besprechung des Romans, um ausgiebig den Verlag zu würdigen, in dessen der "Popkultur" verpflichteten Reihe "Stile libero" das Buch publiziert wurde. Für die Rezensentin passt der Roman, der von einem vierköpfigen anonymen Autorenkollektiv verfasst wurde, perfekt in das Programm, nicht zuletzt, weil die Autoren, die bereits vor Erscheinen des Buches im Internet präsent waren, sich eine gewisse "Anarcho-Haltung und ein Sponti-Image" zugelegt und damit "Furore" gemacht haben, wie Albath weiß. Die Geschichte, in der vom bewegten Leben eines Zeitgenossen Martin Luthers erzählt wird, beschreibt die Rezensentin zunächst als "800-seitige Schwarte", in der sich Abenteuer- und Historienroman zu einer "locker dahinplätschernden Mischung" verbinden. Sie lobt insbesondere die Einführung einer Gegenfigur zum Helden, den päpstlichen Spitzel Q, durch dessen Berichte, die er an seinen Kardinal schickt, die Handlung aufgelockert wird. Das trägt nicht wenig zur "Spannung" des Romans bei, wie die Rezensentin betont. Insgesamt gefällt ihr das Buch in seiner "farbenprächtigen", mit einer "erwartbaren Prise Erotik" versetzten Erzählweise, obwohl sie hervorhebt, dass es sich bei dem großen Verkaufserfolg des Buches weniger um ein literarisches Ereignis als um ein "mediales" handelt, da sich das Autorenteam äußerst geschickt zu präsentieren wisse.