Über 500 Einträge aus 64 Ländern alphabetisch nach Autoren geordnet bieten diese Bände und sind damit, schreibt Bernd Dolle-Weinkauff, ein "gewichtiges wissenschaftliches Grundlagenwerk" geworden, das aber durchaus Nutzwert auch für Nicht-Wissenschaftler hat. Einige Inkonsequenzen haben den Rezensenten verwundert: Bilderbücher und Comics sollten ausgespart bleiben, dann aber finden sich doch Eintragungen wie z.B. zu Heinrich Hoffmanns "Struwwelpeter"; Kinderlyrik soll berücksichtigt sein, aber es fehlt beispielsweise James Krüss, während Bertold Brecht "über Gebühr gewürdigt" ist. Was den Rezensenten aber besonders beeindruckt und erfreut hat, sind die vielen Eintragungen zu außereuropäischen Klassikern, deren Figuren hierzulande zwar oft unbekannt, deren Rolle und Kostüm jedoch fast immer vertraut erscheinen. Er lobt zudem das Titelregister am Ende des 2. Bandes, in dem man dann auch Geschichten und Figuren findet, deren Autor einem unbekannt oder entfallen ist.