Gut unterhalten fühlt sich Rezensentin Katharina Granzin von diesem Roman, der freilich nichts für schwache Mägen ist. Die Hauptfigur Ji-won entwickelt eine Obsession für blaue Augen, lesen wir, was zunächst mit den Fischaugen zu tun hat, die ihre Mutter, nachdem sie von ihrem Mann verlassen wurde, aus magischen Gründen isst, sich später aber verlagert auf die blauen Augen weißer Männer. Sexistische Diskriminierungserfahrungen spielen in diese Obsession hinein, erläutert Granzin, die einige weitere Handlungsdetails zusammenfasst und schließlich auf den Punkt zu sprechen kommt, an dem die vorher halbwegs realistische Geschichte in eine wilde Splatterfantasie kippt. Granzin kennt sowas aus koreanischen Filmen, hier wird es ihr, durchaus auch mit Sinn für Humor, in Form eines sich gut weglesen lassenden Unterhaltungsromans präsentiert. Nichts für schwache Nerven, aber durchaus originell, so das positive Fazit.