Jörg Magenau meint es durchaus als Kompliment, wenn er feststellt, dass Maxim Billers Schreiben seit zwanzig Jahren keine Wandlung durchlaufen hat. Sichtbar für den Rezensenten an den dreizehn autobiografisch grundierten Erzählungen aus den Jahren 1990 bis 2007. Wieder geht es um deutsch-russisch-jüdische Familien- und Emigrationsgeschichte zwischen Prag, Hamburg, München, Berlin, wieder um Herkunft, Zerrissenheit, Zweifel, Schuld, Vatersuche und den Wunsch zu lieben statt zu hassen, erkennt Magenau. Und wieder gelingt es Biller "meisterhaft" Geschichte und Geschichten miteinander zu kreuzen, so der Rezensent.