Nicht realistisches Erzählen, sondern eine Art "Hyperrealität" in gewundenen, mitunter durchaus unschönen Sätzen zeichne die Texte von David Wallace aus, meint Hans-Peter Kunisch. Auch in vorliegendem Erzählband wolle der amerikanische Autor zeigen, wie hässlich die Gegenwartssprache ist und wie eng die Sprachkorsette sind, in denen die Menschen gefangen sind. Gleichzeitig gehe es Wallace aber auch darum, der Vielschichtigkeit der Wirklichkeit eine mindestens ebenso komplexe Sprache entgegenzusetzen. Die penible Beobachtung, durch die sich die Texte auszeichnen, ist für die Leser zwar mitunter durchaus anstrengend und nervend, entspricht aber dem Programm Wallaces, der es sich mit dem Einverständnis des Rezensenten offenkundig zur Aufgabe macht, alles festzuhalten, was es zu beobachten und zu wissen gibt.