Rezensentin Katharina Teutsch hat Dana von Suffrins Buch gerne gelesen. Darin variiert die Autorin, wie der Titel ankündigt, die in ihrem ersten Roman erzählte Geschichte einer jüdisch-deutschen Familie mit Wurzeln in Siebenbürgen: Diesmal ist der Familienvater Herr Jeruscher im heutigen Rumänien verstorben, um die Formalitäten kümmern sich in Abwesenheit der mit Selbstfindungsabsicht nach Thailand gereisten Mutter die Tochter Rosa und ihre Schwester. Von Suffrin verarbeitet hier, wie die Rezensentin feststellt, ihre eigene schwierige Familiengeschichte, denn auch sie ist die Tochter eines jüdischen, aus Siebenbürgen stammenden Israeli und einer nicht-jüdischen deutschen Mutter. Besonders beeindruckt zeigt sich Teutsch davon, wie die Autorin den weltgeschichtlichen Hintergrund der Handlung, insbesondere das Schicksal der in Nordsiebenbürgen lebenden Juden, das 1940 an das faschistische Ungarn übergeben wurde, lebenden Juden, mit der privaten Ebene einer komplizierten Kindheit und Jugend in Vororten Münchens verbindet. Da der formale Aufbau der Erzählung die Rezensentin an einigen Stellen noch nicht ganz überzeugt, freut sie sich umso mehr auf eine Wiederbegegnung mit den Romanfiguren im nächsten Buch.