Kann schon sein, dass mancher diese "märchenhafte Medizinalhanfsatire" als DDR-Verharmlosung aufnehmen könnte, meint Rezensentin Katharina Granzin. Aber für alle, die die DDR "unbeschadet" überstanden haben, birgt dieser Roman ein großes Lesevergnügen: Es geht um Grisha, einen "aufrechten sozialistischen Jungaktivisten", dessen "Arbeitsgruppe Afghanistan" in der Berliner Plankommission leider gar nichts zu tun hat, wie Granzin erklärt. Zum Glück kommt Grischa die Idee, dass die Afghanen sehr wohl eine Ressource haben, die den deutschen Sozialisten fehlt: Cannabis. Daraufhin macht sich er ganze Trupp auf zu einer Expedition udn kommt mit kiloweise Gras zurück. Der Kritikerin gefällt jedenfalls, dass hier nicht nur die Mentalität der DDR-Funktionäre, sondern auch die der BRD-Behörden aufs Korn genommen werden (wenn auch nicht in gleichem Maße). Ein bisschen Satire, ein bisschen Schelmenroman und ein guter Plot - Granzin ist zufrieden mit der Lektüre.