Ein vom Rezensenten Burkhard Müller mit Spannung erwartetes Projekt ist es auf jeden Fall, das die beiden "renommiertesten Horror-Autoren Amerikas", Stephan King und Peter Straub, zusammen in Angriff genommen haben. Die beiden liegen innerhalb ihres Genres stilistisch und inhaltlich denkbar weit auseinander: während King den kunstvollen Umgang mit dem Trivialen beherrscht, liegt Straubs Stärke nach Ansicht des Rezensenten eher im subtilen Horror, bei dem sich "alle Kontur im Affekt auflöst". Gemessen an seinen hohen Erwartungen an diesen Versuch, fällt Müllers Urteil über das Gelingen dieser Kooperation jedoch recht skeptisch aus. Er findet, dass der Roman "ins Schlingern gerät" und sieht die Schuld dafür vor allem bei King. Die Art und Weise, wie der Autor seine Lieblings-Fantasy-Motive in den Roman einbringt, wirkt nach Ansicht des Rezensenten plump und schädigt die Dramaturgie der Erzählung. Zum Beispiel beklagt er "Der Mörder wird viel zu früh preisgegeben, seine Dämonenfratze ist hohl wie ein Luftballon, den fremde Giftgase blähen". Trotzdem ist der Rezensent nicht nur enttäuscht, es gibt an dem Buch auch allerhand gutes zu entdecken. Beispielsweise findet der Rezensent manche Charakterisierung des Roman-Personals sehr gelungen und stimmig - allerdings vermutet er auch hier die Urheberschaft bei Straub, von dem selbst King findet, dass er "der größere Autor" ist. Müller hat dieser dieser Einschätzung nicht viel entgegen zu setzen.