Shila Behjat fragt sich in diesem Essay, wie man es schafft, seine Söhne feministisch zu erziehen, erklärt Rezensentin Eva Behrendt: Die Söhne sind jetzt neun und elf, Behjat selbst stammt aus einer Familie mit einer deutschen Mutter und einem iranischen Vater, sie strengt sich an, um auf der Karriereleiter nach oben zu kommen. Was bedeutet das aber für ihre Söhne? Muss sie Angst haben, dass sie von "Super-Power-Girls" untergebuttert werden oder fördert sie, wenn sie ihnen beisteht, unerwünschtes männliches Gehabe? Behrendt hätte sich gewünscht, dass die Autorin an dieser Stelle mehr darauf eingeht, ob Jungs in der Schule wirklich benachteiligt werden und wie gute Vorbilder für sie aussehen können, insbesondere, was die Rolle ihrer Väter betrifft. Die Probleme, die Behjat in der Leistungsgesellschaft sieht, gelten nach Meinung der Kritikerin schließlich für alle.