Rezensent Urs Hafner sieht in Kerstin Hoppenhaus' Buch eine anspruchsvolle, wenn auch streckenweise überfrachtete Auseinandersetzung mit biogeochemischen Zusammenhängen und globalen Umweltproblemen. Hoppenhaus, lesen wir, verbindet Reportagen, Theorie und historische Exkurse, um auf die weitreichenden Folgen des Einsatzes von Kunstdüngern hinzuweisen, die Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen belasten. Hafner hebt hervor, dass viele von Hoppenhaus' Befunden, etwa zur Anreicherung der Meere durch zum Beispiel Phosphor oder den schädlichen Effekten von übermäßigem Düngereinsatz, nicht neu seien. Dennoch würdigt der Kritiker den systemischen Ansatz des Buches, das etwa die "planetaren Grenzen" und den "vitalen Materialismus" einbezieht. Hafner erkennt die Relevanz von Hoppenhaus' Themen an, bleibt jedoch skeptisch gegenüber manchen Lösungsvorschlägen, etwa juristische Rechte für natürliche Entitäten. Insgesamt hält er das Buch für ein wichtiges Werk, das die dringenden Probleme unserer Zeit angemessen beleuchtet.