Eine erstaunliche, intensive Liebesgeschichte entwirft Ben Shattuck laut Rezensentin Manuela Reichart auf gerade einmal gut 100 Seiten. Ihren Ausgangspunkt nimmt sie mit einem Phonographen-Wachszylinder, auf dem einst, im frühen 20. Jahrhundert, Musik aber auch Stimmen festgehalten wurden, zum Beispiel die Stimmen zweier Männer, die im Jahr 1916 im Osten der USA unterwegs waren. Das sind die beiden Liebenden dieses Buches, erläutert Reichart, für beide blieb diese Liebe auch als letztlich unerfüllte, die wichtigste des Lebens. Es geht um eine Wiederbegegnung einer der beiden Männer mit diesen Stimmen, außerdem um eine junge Frau, die ebenfalls den Wachszylinder findet und dadurch eine neue Perspektive auf Fragen der Liebe gewinnt. Dass es Shattuck gelingt, in einem derart schmalen Buch diverse biographische Linien zu einer intensiven Reflexion über die Liebe zusammenzufügen, findet die Rezensentin ziemlich beeindruckend.