Gespannt liest Rezensent Fritz Göttler den Kriminal- und Abenteuerroman von Amor Towles: Angesiedelt im Hollywood von 1939 geht es um Evelyn Ross, die der aufstrebenden Schauspielerin Olivia de Havilland zur Vertrauten wird und sich dabei, frisch getrennt und desillusioniert, durch die Männerwelt Hollywoods schlägt. Ebenfalls zum Personal des Romans gehören ein gealterter "Ex-Akteur", ein junger Stuntman, ein ehemaliger Polizist und nicht zuletzt der Studioboss David O. Selznick, der den Kritiker mit seinem "absurden" Absolutheitsanspruch an Filme als Figur beeindruckt. Besonders gelungen scheint Göttler allerdings das Setting zu finden, Towles' Darstellung des zwischen "strahlendem Glamour und dunklem Anschein" schwankenden Hollywood - hier sieht er zudem neben dem Hardboiled-Krimi auch die "sophisticated comedy" als Genre aufscheinen. Ein packender Roman, der gleichzeitig eine Emanzipationsgeschichte ist und auf "elegante" und "zynische" Weise erzählt wird, meint der Kritiker anerkennend.