"Glück", das Thema, ist Alexander Kissler bestens bekannt. Allzu gut, als dass es nicht eines besonderen Zugangs bedürfte, um ihn zu locken. Anfangs gelingt es Michael Hampe denn auch mit einer Art Bernhard'scher Selbstauskunft eines Sonderlings und professionellen Glückssuchers, Kisslers Aufmerksamkeit zu bannen. Das Durchexerzieren verschiedener Modi des Nachdenkens über Glück - physikalisch, philosophisch, psychoanalytisch, soziologisch - ruft beim Rezensenten allerdings leider nicht den gewünschten Effekt hervor. Vielfalt (der Perspektiven) bedeutet in diesem Fall nämlich nicht Glück, sondern, weil Hampe auf erzählende Elemente verzichtet und ganz dem jeweiligen Denkstil verpflichtet bleibt, ganz offenbar Ermüdung.