Dass Till Raether mit seinem neuen Roman mal wieder "ein Stück deutsche Zeitgeschichte" erzählt, freut die zufriedene Rezensentin Nina Apin: Darin macht sich die 14-jährige Beeke aus Schleswig-Holstein Mitte der 1970er Jahre auf den Weg nach München, wo ihr älterer Bruder als Produzent von Diskomusik lebt. Auf der Suche nach ihrem Bruder entdeckt sie zum einen "die heißesten Läden an der Leopoldstraße" und zum anderen, dass sie nicht die einzige ist, die hinter ihm her ist, die Disko-Konkurrenz schläft ebenfalls nicht, erfahren wir. Apin liest zudem in der fortlaufenden Handlung, wie das alles mit der Familiengeschichte in den letzten Kriegstagen zusammenhängt. Manchmal wirkt die Komik des Buches wie ein Gefühlsschutz, dennoch liest die Kritikerin auch sehr gelungene emotionale Wiedersehensszenen - und der Discosound begleitet sie auch nach beendeter Lektüre, wie sie schließt.