Rezensent Stephan Opitz liest im dritten Roman der Dänin Tine Hoeg das Tagebuch von Mia, die sich einer ziemlich quälenden Fruchtbarkeitsbehandlung unterzieht, um der Patchworkfamilie noch ein eigenes Kind hinzuzufügen. "Quälend genau" erfährt das Lesepublikum, was es mit In-vitro-Fertilisation auf sich hat und wie emotional es werden kann in der Fertilitätsmedizin, wenn es nicht so klappt wie es soll - Hoeg erzählt mit großer Sorgfalt und Genauigkeit auch, wieso es Ausdruck einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft ist, wenn schon in der Bibel ständig den Frauen der schwarze Peter dafür zugeschoben wird, dass es nicht klappen will mit einem Kind. Eine "beeindruckende tour d'horizon" ist das für Opitz, der froh ist, dass es doch ein tröstliches Ende gibt - nur versteht er nicht, warum das Buch den gleichen Titel trägt wie der epochemachende Roman von Knut Hamsun.