Lang ist sie, diese Autobiografie Barbra Streisands, gesteht Rezensent Bert Rebhandl ein, aber sie ist durchaus reich- und detailhaltig. Besonders viel Raum nimmt Streisands Arbeit ein, also die Arbeit an Musik und Filmen, allein die Entstehung des von ihr selbst inszenierten "Yentl", der sie als eine dezidiert jüdische Künstlerin präsentierte, ist über hundert Seiten lang, staunt der Kritiker. Streisands Kindheit kommt aber ebenfalls nicht zu kurz, prägend war die Abwesenheit des Vaters, später geht es auch um Streisands Beziehungen, unter anderem um ein Techtelmechtel mit Pierre Trudeau, mit Warren Beatty hat sie vermutlich auch geschlafen, denn schließlich: wer nicht? Rebhandl ist besonders von jenen Passagen angetan, die nicht nur Behauptungen aufstellen, sondern diese auch anschaulich belegen, etwa wenn es darum geht, weshalb Frank Pierson die falsche Wahl war für Streisands "A Star Is Born"-Version. Die Übersetzung liest sich hier und da ein wenig sonderbar, klingt fast automatisiert, räumt der Rezensent ein - nichtsdestotrotz: Im Genre der Star-Memoiren ist das sehr respektabel, was Streisand hier abliefert, findet er.