Die Kurzgeschichten von Lydia Davis sind so kurz, dass das Label Kurzgeschichte oft kaum noch passt, meint Rezensent Paul Jandl. Manche sind, führt Jandl aus, nur ein paar Zeilen lang, und oft beschreiben sie eher Situationen, als dass sie Geschichten erzählen. Grandios sind diese Texte, in denen Menschen oft über Liebe reflektieren, allemal, stellt der Rezensent klar, zum Beispiel darin, wie sie aus dem Misslingen von Kommunikation große Kunst machen. Pointen benötigt Davis für ihre präzise Sprachkunst laut Jandl nicht, wobei zwei der etwas längeren in diesem Band enthaltenen Geschichten durchaus lustig sind, so etwa eine, die sich um einen Toilettenbesuch im Zug dreht. Ein glücklich machendes Buch über den Mangel an Sinn, so Jandls begeistertes Fazit.