Ursula Krechel hat für "Stark und leise" kluge Essays über Frauen geschrieben, die in ihren jeweiligen Feldern besonderes geleistet haben und schon angesichts der "Spielformen geschlechtsspezifischer Geringschätzung", gegen die sie ankämpfen mussten, zu Protagonistinnen der Frauenbewegung wurden, berichtet Katharina Teutsch. Besonders die Texte zu Christine de Pizan und Karoline von Günderode haben der Rezensentin gefallen: sie eigneten sich hervorragend dazu, etwaige Wissenslücken zu schließen. Wo sich die behandelten Persönlichkeiten in Krechels Zeitgenossenschaft bewegen, wird es Teutsch stellenweise zu esoterisch, was den immer noch klugen Einsichten der Autorin aber keinen Abbruch tut, findet die Rezensentin.