Ach, Rezensentin Verena Lueken ist begeistert! Eine so einfache Geschichte derart bescheiden zu erzählen und uns dabei doch sämtliche Gefühlslagen der Hauptfigur, einer irischen Emigrantin in Brooklyn, New York, in der Fremde, zu vermitteln, das nennt sie große Kunst. Traurigkeit und Zärtlichkeit verbindet sie mit dem Buch und Seele, was mit ihr geschieht, wenn jemand Erfahrungen mit dem Fremdsein macht. Das Erstaunliche dabei ist für Lueken die pathoslose und präzise Sprache Colm Toibins, sein Mittel, den inneren Bewegungen der Figuren zu folgen, uns in ihre Vorstellungswelt einzulassen. Wahrheit erwächst der Rezensentin im Nachvollzug dieser Bewegung, lesend, staunend.