Es gibt viel mehr, als wir uns vorstellen können. Unter diesem Motto hat der Verleger Hans-Joachim Gelberg eine Anthologie mit 120 Geschichten zusammengestellt, darunter viele "wunderbare Fabeln und Märchen", "unmögliche Familientragödien", "Grotesken", "Zauberstücke" und "Sprachspiele", berichtet Evelyn Finger. Die Mischung mit Texten von Kafka, Strittmatter, Lindgren und vielen anderen Autorinnen und Autoren lese sich teils "raketenschnell", teils "schulranzenzäh", teils "bösartig", zwar "liebevoll gemacht, aber nicht lieb", warnt die Rezensentin. So schön das Buch gemacht sei, vor allem wegen der Zeichnungen von 36 namhaften Illustratoren wie Lino Fastnacht, Franziska Biermann und Jutta Bücker, so ermüdend sei es auch. Ein wenig verhalte es sich mit diesem Buch wie mit einem mehr als leckeren Schoko-Pudding, der allein und zu viel verkostet, den Wunsch nach einem Käsebrot wecke, vergleicht Finger.