Stellenweise drollig findet Andreas Fahrmeir diese Doppelbiografie zu Ludwig XVI. und Robespierre, in der sich der Autor Uwe Schultz erlaubt, abseits von aktueller Forschung und gesicherter Tatsachen zu wandeln. Auch wenn man kein Fan von subtilen Kontextualisierungen und verborgenen Mustern ist, meint Fahrmeir, dürfte der Band einem Schwierigkeiten bereiten. Zwar entdeckt der Rezensent im Lauf der Lektüre (und der Chronologie) engere Bezüge zwischen den beiden Protagonisten der Französischen Revolution, die Erzählung gewinnt auch an Fahrt und Spannung, doch Hofklatsch als Quelle genügt ihm nicht. Und historische Urteile, meint er, sollten nicht nur aus (alter) zweiter Hand stammen.