Rezensentin Sigrid Löffler hat diesen neu aufgelegten Roman von Sigrid Nunez gern gelesen. Die 1951 geborene New Yorker Autorin erzählt hier in vier Teilen von ihrem Vater, halb Chinese, halb Latino, der nur sprach, wenn er chinesische Bekannte traf, von ihrer Mutter, einer schönen deutschen "Dramaqueen", die aufgrund ihres Heimwehs Amerika zu hassen begann, von Vadim, Nunez' russischem Liebhaber, der sich nach Integration sehnte und vom Ballett, der Sprache ohne Worte, die sich als Irrweg für die Autorin herausstellte, erklärt Löffler. Ob man dieses Buch als Roman bezeichnen kann, darüber lässt sich der Rezensentin zufolge streiten, doch nicht über die Originalität dieser elegant erzählenden Autorin. Das Buch ist ein "literarisches Kleinod", schließt Löffler.