Der Rezensent mit dem Kürzel "sj" findet es zwar etwas ungewöhnlich, dass der Autor als Beispiele für lernende Unternehmen - also Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Entwicklung bis in die Tiefe der Persönlichkeit ermöglichen - ausgerechnet den Jesuiten-Orden und General Electric ausgewählt hat. Dennoch hat "sj" dieses Buch offenbar mit Gewinn gelesen, zumal Geiselhart sich hier nicht nur "an der Oberfläche des Lernens" bewegt, sondern auch auf "Vision und Vergeistigung", auf Spirituelles also, eingeht. Geiselhart trete für ein kreatives Klima in flachen Hierarchien ein, "in dem sich jeder als Künstler schöpferisch am Fortbestand des Unternehmens beteiligen und sein Werk mitgestalten soll". "sj" meint zwar, dass "hartgesottene Ökonomen" mit dieser Denkweise wohl einige Schwierigkeiten haben dürften, was durch die religiöse Einstellung des Autors noch verstärkt werde. Doch insgesamt scheint es der Rezensent durchaus lohnend zu finden, sich diesen Ideen gegenüber zu öffnen.