Gary Disher gehört für Rezensentin Sylvia Staude zu den "allerfeinsten Krimischreibern" und das beweist er ihr auch in seinem neuen Roman, in dessen Mittelpunkt der australische Constable Hirschhausen steht. So "realitätsnah" sind Krimis selten, findet Staude, denn Disher erzählt sehr authentisch aus dem Berufsalltag im australischen Outback, zu dem auch allerlei alltägliche Probleme gehören, wie ein Coronaleugner, der ausrastet, weil seine Frau sich impfen lassen will. Der große Fall entwickelt sich ganz langsam, so die Kritikerin, und zwar geht es um eine Belgierin, die nach ihrem aus einem Hotel verschwundenen Sohn sucht. Nicht nur die nahbare Schilderung des Provinzcops überzeugt Staude, sondern auch Dishers Gespür für Zwischentöne und "das Kleine am Rande". Klischees über Polizeiarbeit gibt es hier jedenfalls nicht, schließt eine zufriedene Kritikerin.