Letztlich hat Joey Goebels Satire auf die Unterhaltungsbranche Rezensent Peter Körte nicht wirklich überzeugt, auch wenn er sich über weite Strecken gut unterhalten fühlt. Keine Frage, dass Buch liest sich gut, schon weil es in der Oberflächenwelt der Popkultur angesiedelt ist. Auch die zugrunde liegende Idee findet Körte gar nicht mal übel. Da geht es um das künstlerische Wunderkind Vincent, das auf die Eliteschule eines Medientycoons kommt. Nachdem dieser sein Leben damit verbracht hat, die Welt mit Mainstream-Produkten zu überschwemmen, will er sich zuletzt als Förderer wahrer Kunst erweisen. Und weil er meint, große Kunst komme durch Leiden zustande, stellt er Vincent den abgehalfterten Musikkritiker Harlan als Manager zur Seite, damit er ihm das Leben zur Hölle macht. Zum Bedauern Körtes ist die Idee besser als Goebels Mittel, sie in eine schlüssige Erzählung zu verwandeln, weswegen die Charaktere mit fortschreitender Handlung "immer blasser und langweiliger" werden. Als Satire auf den Medienbetrieb ist ihm das Buch "nicht grell, auch nicht spielerisch genug". Zudem findet er, dass Vincents Werke keinesfalls Rettung vor dem angeblich so geistlosen Mainstream verheißen. Überhaupt scheint ihm Goebels Frontalangriff auf die Mächtigen im Gewerbe "nicht gerade originell". Die auftauchenden Senderchefs, Rechtsanwälte und Stars hält er nur für "mäßige Karikaturen und Projektionen eines vagen Ressentiments gegenüber der Unterhaltungsindustrie".