Mit dem neuen Roman der Autorin und Filmemacherin, deren Bücher er anscheinend noch nie leiden konnte, geht Stephan Maus hart ins Gericht. Er echauffiert sich wortreich über die "rührselig inszenierte" Geschichte von Babette, Thomas und Florian und sehnt sich nach betäubenden Getränken, um die Lektüre zu überstehen. Maus macht sich ausgiebig lustig über dieses "Beziehungsdreieck aus Trauerklößen", dem er jegliche Originalität abspricht und wirft der Autorin vor, nur mit den "billigsten Effekten" zu jonglieren. Weder Handlung noch Stil überzeugen den Rezensenten im Mindesten, und er findet, dass Dörrie, der er den boshaften Beinamen "Tante Kummerkasten" verleiht, zu Unrecht ein besseres Image als Schriftstellerinnen wie Hera Lind hat. Nachdem er in beißendem Spott das Buch stilistisch mit einem "rührseligen Spot für Darmkrebsvorsorge" verglichen hat, lässt er noch mal seinen ganzen Zorn auf die Autorin niederprasseln. Er geißelt es als "empörend", dass Dörrie in ihrem Roman nicht das geringste Risiko eingeht und stattdessen lieber nach bewährtem "Strickmusterchen" ihre filmkompatiblen Ideen abspule. Deshalb rät er ihr auch am Schluss auch bissig, doch das Bücherschreiben ganz sein zu lassen.