Rolf-Bernhard Essig spricht eine uneingeschränkte Empfehlung an alle freigeistigen Leser aus: Stefan Weidners Buch, schreibt er, ist ein eigenartiger Genre-Mix aus "Reisebericht, Erzählung, historischer Abhandlung, Reportage, Polemik und eben dem Essay", der dennoch nicht seinen inneren Zusammenhalt verliert, dafür aber viel gewinnt - nämlich einen Blick auf den Islam, der auf Grund seiner subjektiven Prägung frei ist von "abendländischer Besserwisserei". Zugleich, so Essig, bewahrt Weidner seine Perspektive als westlicher Wissenschaftler bei, scheut sich aber eben nicht, sie mit Faszination und dem Eingeständnis von Ratlosigkeit zu verbinden. Und bei all dem verliert er sich eben nicht im Dickicht des Nebensächlichen, sondern nähert sich immer wieder neu den Fragen, die im aktuellen Diskurs über Islam, Islamismus und das Verhältnis der Kulturen dringlich sind. Nur das er die konstruktive Verwirrung dem abschließenden Diktat vorzieht.