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Schularick, Moritz. Finanzielle Globalisierung in historischer Perspektive - Kapitalflüsse von Reich nach Arm, Investitionsrisiken und globale öffentliche Güter. Mohr Siebeck GmbH & Co. K, 2006.

Moritz Schularick

Finanzielle Globalisierung in historischer Perspektive

Kapitalflüsse von Reich nach Arm, Investitionsrisiken und globale öffentliche Güter
  • Mohr Siebeck GmbH & Co. K
  • 2006
  • Gebunden
  • ISBN 9783161488627

Moritz Schularick analysiert die wirtschaftspolitischen Chancen und Risiken der finanziellen Globalisierung aus historischer Perspektive. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Finanzbeziehungen zwischen Reich und Arm in zwei Phasen globaler Kapitalmarktintegration - in den drei Jahrzehnten des klassischen Goldstandards (1880-1914) und in der Gegenwart (1990-2004). Der erste Teil der Studie arbeitet signifikante Unterschiede in den Strukturen der finanziellen Globalisierung heraus, insbesondere das weitaus höhere Niveau der Kapitalverflechtung zwischen Reich und Arm vor dem Ersten Weltkrieg. Im zweiten und dritten Teil des Buches identifiziert der Autor die wichtigsten Ursachen für diesen Unterschied: die bessere Ausstattung der Weltwirtschaft mit öffentlichen Gütern, welche als Nebenprodukt des europäischen Imperialismus die Investitionsrisiken

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gesenkt haben, sowie die monetäre Stabilität unter dem Goldstandard. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse greift der Autor die politische und wissenschaftliche Diskussion über die ökonomischen Chancen der finanziellen Globalierung für Entwicklungsländer auf. Die Geschichte der ersten Globalisierung lehrt zwar, daß finanzielle Globalisierung grundsätzlich einen wichtigen Beitrag zur globalen Entwicklung leisten kann. Vertragssicherheit und monetäre Stabilität waren die institutionellen Voraussetzungen, die den lehrbuchmäßigen Ressourcentransfer von Reich nach Arm in der ersten Globalisierung ermöglicht haben. Diese sind aber heute nicht mehr in vergleichbarem Maße gegeben. Massive Kapitalflüsse von Reich nach Arm, wie sie zwischen 1880 und 1914 zu beobachten waren, sind daher heute nicht zu erwarten.

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