Sklaverei ist auch heute keine Seltenheit, weiß der hier rezensierende Historiker Andreas Eckert. Das wird vor allem dann deutlich, wenn man sich einmal von der Vorstellung einer Sklaverei befreit, wie sie beispielsweise im antiken Rom oder auf den Baumwollplantagen in den amerikanischen Südstaaten stattgefunden hat und sich an einer neuen, weitergefassten Definition versucht, die Sklaverei immer dann annimmt, wenn der Körper eines Menschen unter der Kontrolle einer anderen Person steht. Das erlaubt Zeuske einen globalen und epochenübergreifenden Überblick über die verschiedenen, auch aktuellen Formen der Sklaverei, so Eckert, aber die Definition von Sklaverei wird dadurch seiner Meinung nach auch sehr unbestimmt. Dies und die "unverdauliche Prosa" des Autors machen die Lektüre für Eckert recht mühsam.